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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Wir trauern um Wolfgang Deixler

25. Mrz 2015

Der langjährige Sprecher der pax christi Bistumsstelle München (1983-1997) ist am 20. März 2015 86-jährig verstorben.

Anfang der 80er Jahre herrschte Aufbruchstimmung in der Friedensbewegung. Irgendetwas musste getan werden gegen die Nachrüstung. Und diese Aufbruchstimmung erfasste genauso Katholiken. So kamen auch in München Menschen zusammen um pax christi zu reanimieren – sie wollten ebenfalls etwas für Frieden und gegen Aufrüstung tun. Die damalige Leitung erschien zu unpolitisch. Und so berief man nach 12 Jahren Ende 1983 erstmals wieder eine Mitgliederversammlung ein.

Und mit Wolfgang, den seine Frau Gertrud zu pax christi gebracht hatte – er kannte schon verschiedene Menschen in pax christi über sein Engagement in der „jungen Mannschaft“, einer Gründung kritischer Christen nach dem 2. Weltkrieg, und der daraus entstandenen „Gruppe München“, - erfolgte dann die Wiederbelebung. 14 Jahre amtierte er dann als Sprecher der Bistumsstelle München und Freising.

In seiner Amtszeit wurde ein Büro bezogen und ein Friedensarbeiter eingestellt. Nach anfänglichem Zögern wurde er und mit ihm pax christi München und Freising für das Ordinariat wieder zum Gesprächspartner.

Die markantesten Ereignisse für pax christi in seiner Amtszeit waren hier in München sicher die Delegiertenversammlung in der Jugendherberge München-Park und die 50 Jahrfeier der Münchner Teile von pax christi mit dem anschließenden Friedensweg nach Prag.

Darüber hinaus rief er die pax christi Landesstelle ins Leben, war einer der Förderer der theologischen Sommerwerkstatt der deutschen Sektion von pax christi und gehörte über Jahre ihrer Statutenkommission an.

Wie sehr er diese Rollen aber immer hinterfragt und dabei nicht so bierernst genommen hat, konnte man in seiner Rolle als Dr. Tiefsinnig erkennen, die einige auch in einem Singspiel/Kabarett auf der Münchner Delegiertenversammlung erleben durften.

Wolfgang war jemand, der für den Frieden eintrat im Kleinen und Großen; der für Asylbewerber und Kirchenasyl, gegen Sozialabbau und für Abrüstung betete, informierte, schrieb und demonstrierte. Keiner in der Bewegung schrieb so viele Briefe an Bischöfe und Politiker wie Wolfgang. 

Sein Engagement musste er aufgrund seines Alters und Gesundheitszustandes immer weiter zurückfahren. Er versuchte aber immer wieder zu den pax christi Gottesdiensten in St. Bonifaz und den Politischen Samstagsgebeten zu kommen. Auch waren ihm die Jour-Fixes der "Gruppe München" bis zuletzt ein Anliegen.

Pax christi verliert mit Wolfgang einen engagierten Mitstreiter, der auch bei Rückschlägen nie aufgab und immer das Gespräch suchte. 


Der Trauergottesdienst findet am Freitag, den 27. März 2015 um 12:00 Uhr in der Pfarrkirche Leiden Christi, Passionistenstr. 12, 81247 München statt. Die Beerdigung ist anschließend um 13:30 Uhr auf dem Friedhof Obermenzing, Bergsonstr. 32, München.

 

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