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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

75 Jahre Befreiung vom Nationalsozialismus

11. Mai 2020

An das Kriegsende und damit an die Befreiung vom Nationalsozialismus gedachten pax christi Mitglieder im Bistum München u.a. in Erding und Gilching

Friedenszeichen in Erding

Viel Raum benötigte das erste FRIEDENSZEICHEN nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkung auf dem Schrannenplatz.  Die zulässige Teilnahme von 50 Personen wurde fast erreicht, als pax christi Erding Dorfen mit einer Plakat-Demo an den 8. Mai 1945 erinnerte: 75 Jahre Tag der Befreiung.  Die Plakattexte machten deutlich, dass die Befreiung von Krieg und  Nazi-Herrschaft bis heute mit der Aufgabe einhergeht, Demokratie und Menschenrechte zu schützen und zu bewahren und dass Frieden nicht mit Aufrüstung und nuklearer Ertüchtigung gewahrt wird, sondern mit Abrüstung und globalen Friedensanstrengungen, Stärkung der Zivilgesellschaften, einem solidarischen Europa und global gerechten Wirtschaftsbeziehungen und Umweltbedingungen.


Weiße Laken in Gilching

Mit weißen Laken an den Häusern und am Friedenspfahl gedachen Gilchinger pax christi Mitglieder und Sympathisanten der Befreiung durch die Amerikaner am 30.April und des Kriegsendes am 8. Mai 1945.

"Wir sollten uns alle daran erinnern, wie viele Menschen in diesem Krieg sinnlos ums Leben kamen! Möge es uns eine Mahnung sein, mit unserer Demokratie sorgfältig umzugehen!" so schrieben die Gilchinger an ihrem Friedenspfahl.

Und der Gilchinger Chronist Rudolf Schicht schreibt dazu in „Wie es in Gilching war“, 2. Band, Seite 91, Gilching 1996:

„In der Nacht zum Montag, den 30.April 1945 war es ruhig geworden in Gilching. Die Angst vor den Fliegerangriffen war vorbei und die letzten deutschen Soldaten hatten schon das Dorf in Richtung Unterbrunn-Starnberg verlassen.

Ab 8 Uhr morgens kreiste ein Aufklärungsflugzeug der Amerikaner über Gilching, um festzuhalten, ob sich im Dorf noch deutsche Soldaten in Abwehrstellung befinden. Das Dorf machte einen friedlichen Eindruck. Gegen 9 Uhr vormittags rollten dann die Kolonnen der amerikanischen 11. Infantriedivision mit ihren Panzern, Jeeps und Versorgungsfahrzeugen von Germansberg und Alling kommend in Gilching ein.

Amerikanische Soldaten durchsuchten die Häuser nach deutschen Soldaten. Sie fanden aber keine mehr. Zögernd kamen die Gilchinger aus ihren Häusern und bestaunten die gewaltige amerikanische Kriegsmaschinerie. Die Panzer rollten weiter Richtung Argelsried, wobei die Panzerketten dabei den dünnen Teerbelag auf der Römerstraße zwischen Dorf und Bahnhof zermalmten. Nur eine kleine Infantriegruppe blieb in Gilching und quartierte sich für die nächsten drei Monate im Schulhaus ein.“


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