MartinLiebe Leserinnen und Leser,

Bestimmende Themen zurzeit sind die Pandemie und der Koalitionsvertrag. Wo findet sich die Friedensbewegung im Koalitionsvertrag wieder? Diese Frage wird aktuell vielfach gestellt. Die antworten fallen unterschiedlich aus. Die einen freuen sich darüber, dass Deutschland am Treffen der Vertragsstaaten des Atomwaffenverbotsvertrages als Beobachter teilnehmen will, das die Rekrutierung unter 18-Jähriger/Minderjähriger in Zukunft unterbleiben soll, dass es ein Rüstungsexportkontrollgesetz geben soll. Andere kritisieren, dass fast nichts zur zivilen Krisenprävention vorkommt, dass man eine Aufrüstung über das 2 Prozent-Ziel hinaus erkennen könne, und, dass weiter an der atomaren Teilhabe festgehalten werde.
Wir werden sehen, wie der Koalitionsvertrag mit Leben gefüllt wird. Die Arbeit dafür zu sorgen, dass dies in die richtige Richtung passiert, wird uns sicher nicht ausgehen.
Nur wenige Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen enthält dieser elektronische Newsletter. Vorweihnachtszeit und Pandemie tragen das ihre dazu bei. So sind viele der Angebote wieder zu Online-Veranstaltungen geworden. Lesestoff wird der neue Rundbrief bringen, der noch vor Weihnachten erscheinen soll.

Ich wünsche Ihnen friedvolle Weihnachtstage mit einem Ausblick auf das neue Jahr, welches hoffentlich ohne neue Krisen auskommt und Abrüstung weltweit voranbringt.

Ihr Martin Pilgram,
Vorsitzender von pax christi im Erzbistum München und Freising

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2. Dezember 2021, 18:30 Uhr
„Gewaltfreie Zukunft? Gewaltfreiheit konkret!
Ethische und Theologische Impulse

gewaltfreiOnline-Talk Frieden 4.0: Diskutieren Sie mit über das Buch zum pax christi-Kongress von 2019 

Auf dem Podium: Stefanie Wahl, Stefan Silber und Thomas Nauerth, die Herausgeber*innen des Buches

Sowie die beiden Gäste Charlotte Dany (Friedensakademie Rheinland-Pfalz), Markus Patenge (Justitia et Pax)

ANMELDUNG: Bitte bis Mittwoch, den 1.12.2021 per E-Mail an talk@paxchristi.de

Wir führen das Online-Event über die Plattform ZOOM durch. Der Zugangslink zur Veranstaltung wird per E-Mail an alle angemeldeten Teilnehmenden am Tag der Veranstaltung versendet. 

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14. Dezember 2021, 18:00 Uhr
Friedensgottesdienst

st. Bonifazpax christi lädt ein zum monatlichen Friedensgottesdienst in der Krypta von St. Bonifaz. Seit September 2021 ist es wieder erlaubt in St. Bonifaz Gottesdienst zu feiern. Im Dezember wird Reinhard Haubenthaler mit uns den Gottesdienst feiern.

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Ort: St. Bonifaz, Krypta, München, Karlstr. 34

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14. Dezember 2021, 19:00 Uhr
Das Afghanistan-Desaster
Lehren für die Zukunft

AfghanistanWelchen Schluss zieht die Weltgemeinschaft, ziehen wir aus den jüngsten Ereignissen in Afghanistan für künftige Friedensmissionen? Was wollen wir einer neuen Bundesregierung mitgeben?
Unsere Gäste:
Christine Hoffmann, Generalsekretärin pax christi Deutsche Sektion e.V.
Nora Bach-Sliwinski, Hauptmann, Gemeinschaft Katholischer Soldaten e.V.
Dr. Oliver Müller, Leiter Caritas International
Christine Buchholz, DIE LINKE, Mitglied des Verteidigungsausschusses (bis 2021)
Moderation Elisa Rheinheimer-Chabbi

Ort: Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt
Auch als Livestream auf dem YouTube-Kanal „Frankfurter Domkreis“! 
Anmeldung erforderlich unter: keb.frankfurt@bistumlimburg.de
 

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Vorschau
Wanderfriedenskerze
WanderfriedenskerzeUnsere Wanderfriedenskerze wurde am 1.September mit den anderen Kerzen, die im Raume Rhein-Main wandern, im Dom von Frankfurt ausgesendet.
Sie kann bei uns in der Diözesanstelle Marsstr. 5 mit den entsprechenden Materialien ausgeliehen werden. Weitere Informationen zur Kerze, zum Thema "Gestohlene Kindheit - Sackgasse Flüchtlingslager" und zum Motiv auf unserer Internetseite.

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Was Sie noch interessieren könnte

(die Beschreibungen sind den Ankündigungen der Veranstalter entnommen):


1. Dezember 2021, 18:30 Uhr
Heißes Klima, heiße Konflikte
Gefährdet die Erderwärmung den Frieden und wo steht die Klimapolitik nach dem Gipfel von Glasgow?

BrandWaldbrände in Griechenland und der Türkei, Überschwemmungen in Deutschland: Die Naturkatastrophen im Sommer 2021 haben uns die Folgen des Klimawandels einmal mehr vor Augen geführt. Extreme Wetterereignisse nehmen Wissenschaftler*innen zufolge durch die Erderwärmung zu und bedrohen die Lebensgrundlagen vieler Menschen weltweit. Anhaltende Dürren, schmelzende Gletscher und der steigende Meeresspiegel machen ganze Landstriche unbewohnbar.

Besonders im Globalen Süden sind die Folgen schon heute spürbar, obwohl gerade ärmere Länder nicht zu den Hauptverursachern der menschengemachten Erderwärmung zählen. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch e.V. nennt es einen „Gerechtigkeitsskandal“, dass die Weltgemeinschaft beim UN-Klimagipfel in Glasgow keine verbindlichen Zusagen gemacht hat, um die Betroffenen von klimabedingten Schäden angemessen zu unterstützen.

Die Klimakrise ist dabei nicht nur eine Gefahr für Natur und Umwelt, sondern auch für den Frieden und die menschliche Sicherheit. Bestehende Konflikte werden verschärft, neue könnten entstehen. So fehlen beispielsweise vielerorts Mechanismen zur gewaltfreien und gerechten Verteilung von knapper werdenden Ressourcen. Manche Beobachter*innen sprechen sogar von drohenden „Klima-Kriegen“. Gefährdet die Erderwärmung den Frieden weltweit? Was kann Friedensarbeit zur notwendigen Transformation beitragen? Wie kann eine konfliktsensible Klimapolitik aussehen? Und wie sind vor diesem Hintergrund die Ergebnisse des Klimagipfels von Glasgow einzuschätzen?

Darüber sprechen wir mit:

Vera Künzel, Germanwatch e.V.
Noé Müller-Rowold
, Friedensfachkraft im Niger, Benin und Burkina Faso (GIZ)
Stefanie Wesch, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Diskutieren Sie mit – wir freuen uns auf Sie!

 Online Veranstaltung: hier anmelden

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1. Dezember 2021, 19:00 Uhr
Theologie der Befreiung: Geschichte eines Konfliktes
Neue pastorale Praxis oder prophetische Intervention?

Befreiung
50 Jahre ist es her, dass Gustavo Gutiérrez das für die lateinamerikanische Befreiungstheologie richtungsweisende Buch „Theologie der Befreiung“ veröffentlicht hat. Dies war keinesfalls die Entstehung der Befreiungstheologie, doch seit dem gibt es eine Auseinandersetzung um die „harte“ und „weiche“ Rezeption dieser Theologie, die auf die Umwälzung der Verhältnisse ausgerichtet ist. Bis heute setzt sich das Ringen um ein befreiendes Christentumfort wie auch die Diskussion um seine Verwässerung und seinen Relevanzverlust. Dies möchten wir zum Anlass nehmen, in unserer international besetzten Online-Veranstaltung zu fragen: Woher kam die Befreiungstheologie? Was macht(e) sie aus? Welche Wirkungsgeschichte hat sie bis heute und welche Konflikte um die Rezeption ergeben sich daraus? (mehr)

Mit: Alberto Moreira (Brasilien), Maria Klemm (Schweiz), Pilar Puertas (Mexiko/ITP), Michael Ramminger (ITP), Hernan Leemrijse (Chile).

Online Veranstaltung: Zugang
hier

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5. Dezember 2021, 11:00 - 17:00 Uhr
Aktionskonferenz „abrüsten statt aufrüsten“
Einmischen für den Frieden nach den Wahlen

abrüstenNach den Bundestags­wahlen und der Regierungsbildung, wollen wir debattieren, wie wir uns auf die neue Bundes­regierung einstellen und welche Antworten wir auf die Koalitionsvereinbarung und drohende weitere Aufrüstungsmaßnahmen wie u.a. die Anschaffung der bewaffnetet Drohnen ent­wickeln. Wir wollen Alternativen für Abrüstung und eine Politik der gemeinsamen Sicherheit einfordern. Ergebnis unserer Beratung sollte eine verstärkte Aktionspla­nung sein. Auch die neuen Kooperationen von Gewerkschaften und Umweltverbänden sollen behandelt werden. 

11:00 – 13:00 Begrüßung, Willi van Ooyen (Bundesausschuss Friedensratschlag)
Eröffnungspodium: Frieden – Klima – Umwelt – gemeinsam für globale Gerechtigkeit
13:15 – 13:45      Pause
13:45 – 15.30      Arbeitsgruppen – 2022: Mehr Aktionen für Frieden und Abrüstung
15:30 – 17:00      Aktionen der Friedensbewegung 2022

Online-Konferenz, Anmeldung unter:
www.dvdw.info/anmeldung-aktionskonferenz

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10. Dezember.2021, 18:00 Uhr
So gelingt Menschenrechtsarbeit:
Zwei Anwält*innen berichten aus Peru

PeruZwei Jurist*innen berichten aus erster Hand: Unter welchen Umständen passiert Menschenrechtsarbeit? Welche sind brennende Themen bei der Menschenrechtsarbeit im peruanischen Regenwald? Wie gelingt es, Menschenrechte durchzusetzen?

Cesar Bazán Seminario, Berater der NGO Instituto de Defensa Legal, einem Juristenpool speziell im Bereich extraktive Industrie/Bergbau, berichtet von der Lage für Menschenrechtensverteidiger*innen in Peru. Welche Schutzmechanismen gegen Bedrohungen es gibt und was kann man von Deutschland aus beitragen?

Irupe Canari, Anwältin des indigenen Volkes der Asháninka, Regionalorganisation Central Asháninka del Río Ene, berichtet von ihrer Arbeit für die Rechte der Indigenen, die Verhinderung von Vertreibung und die Verteidigung von Landrechten im amazonischen Regenwald. (mehr)

Online-Veranstaltung, den Link zur Veranstaltung erhalten Sie per E-Mail an: info@nordsuedforum.de

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10. Dezember.2021, 19:30 Uhr
Das Menschenrecht Religionsfreiheit
Gesprächsabend zum TAG DER MENSCHENRECHTE

missioZwei von drei Menschen leben in Ländern, in denen das Recht auf Religionsfreiheit verletzt wird. Die Pandemie hat diese Situation noch verschlechtert. Betroffene sind Christinnen und Christen, aber auch Musliminnen und Muslime und Angehörige anderer Religionsgemeinschaften. Nach einem kurzen Überblick über die Menschenrechte allgemein wird das Thema "Religionsfreiheit" erläutert und erklärt, welche zentrale Bedeutung dieses Thema im Konzert der Menschenrechte spielt.

Anschließend stellt missio-Auslandsreferentin Branka Begic die Situation in Indien zu diesem heiklen Thema vor. Sie weist auf missio-Projekte hin, die sich aktiv für die Zusammenarbeit und Versöhnung der Religionen einsetzen und so zu Frieden und Wohlergehen der Gesellschaft beitragen. Das folgende Gespräch soll die Teilnehmenden aufmerksam machen für mögliche private und individuelle Initiativen der Versöhnung der Religionen bei uns.

Leitung: Schwester Susanne Schneider, Bildungsreferentin bei missio München

Anmeldung bis 6.12.2021 über den "Teilnehmen"-Button oder per Mail unter bildung-muenchen@missio.de /Tel.: 089/5162-238

Ort: Haus der Weltkirche von Missio München, Pettenkoferstr. 26-28, München

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14. Dezember 2021, 19:00 Uhr
openDOKU – My Way

my wayNachdem die Taliban das afghanische Bergdorf überfallen, in dem Hussain als Kind lebt, flieht er mit seiner Familie in den Iran. Aber auch die Stadt Qom bietet ihnen keine Sicherheit. Sein Vater verschwindet spurlos und seine Mutter hat keine andere Wahl, als den Sohn ziehen zu lassen. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer langen, gefährlichen Reise von Ost nach West, durch die Türkei, über das Mittelmeer nach Griechenland. Oft einsam, immer auf der Flucht. Hussain überlebt die Unterwelt von Athen und findet schließlich den Weg nach Deutschland – und dort ein neues Zuhause?

80 Minuten, Deutsch/Englisch/Dari 2021, mehr Infos findet ihr hier.

Im Anschluss: Gespräch mit Agnes Andrae, Bayerischer Flüchtlingsrat

Online-Veranstaltung, Zoom-Link, Meeting-ID: 983 6109 1215, Kenncode: 692791

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Frauen in Schwarz

Die Frauen in Schwarz und Aktive für einen Gerechten Frieden in Nahost halten ihre Mahnwachen weiter an jedem 2. und 4. Freitag im Monat ab. Die nächsten Termine sind:

  • 10.12. Stachus
  • 17.12. Marienplatz ?


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und natürlich unsere Infokanäle im Internet:

Und wenn Sie selbst etwas entdecken, was Ihnen interessant erscheint, teilen Sie es uns bitte mit: muenchen@paxchristi.de

 

 

 
 

© pax christi München & Freising | Marsstr. 5/IV | 80335 München | Tel./Fax 089/5438515

 
 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

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