MartinLiebe Leserinnen und Leser,

Am Freitag, den 1. Juli wird das aktuelle Dossier "das System der Apartheid in Israel" von Bethlehem aus als eine neue wichtige kirchliche Quelle im Eintreten für Befreiung und Gerechtigkeit in Palästina-Israel  vorgestellt. Sie ist unterzeichnet vom lateinischen emer. Patriarchen Michel Sabah als Vorsitzendem von Kairos Palästina und dem Koordinator von Global Kairos for Justice, Rifat Kassis. Leider wird in Deutschland jeder der Apartheid in Bezug auf Israel in den Mund nimmt schnell als Antisemit abgestempelt. In wieweit dieses Dokument daran etwas ändern wird, muss sich zeigen.

Vom 21.-23. Juni fanden in Wien das erste Treffen der Vertragsstaaten des Atomwaffenverbotsvertrages statt. Mit dabei war auch eine Delegation von Pax Christi International, der auch ich angehören durfte. Im Mittelpunkt standen die humanitären Aspekte eines Atomwaffeneinsatzes, denen auch ein Tag vor der Konferenz gewidmet war. Staaten aus dem Globalen Süden beklagten sich von den Atomwaffenstaaten in Geiselhaft genommen zu sein. Betroffene aus den Atomtestregionen berichteten über die fehlende Unterstützung Geschädigter. Erfreulich war dass neben den Nato-Mitgliedern Norwegen und Deutschland sich kurzfristig auch die Niederlande und Belgien zur Konferenz als Beobachter eingefunden hatten. Auch wenn diese Staaten weiter an der Atomdoktrin der NATO festhielten, konnte so auch mit ihnen gesprochen werden. Im August wird dann im Rahmen der Überprüfung des Nichtverbreitungsvertrages (NPT) auch von diesen Staaten zu zeigen sein, in wie weit sie tatsächlich Schritte zur nuklearen Abrüstung gehen wollen.

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den ukrainischen Schriftsteller und Musiker Serhij Zhadan. Seine Romane, Essays, Gedichte und Songtexte erzählten davon, wie Krieg und Zerstörung die Menschen erschütterten – und wie sie gleichzeitig versuchten, ein unabhängiges, von Frieden und Freiheit bestimmtes Leben zu führen. Seit Jahren schreibt Serhij Zhadan in Romanen und Gedichten über die Selbstbehauptung der Ukrainer im Donbass. "Internat" erzählt von einem Lehrer, der seinen Neffen aus der Schule nach Hause holt. Drei Tage brauchen sie durch das zerstörte Gebiet.
Kurz nach dem Beginn des aktuellen Krieges veranstalteten Schauspieler und Schauspielerinnen des Residenztheaters eine Lesung aus dem Roman. Ausschnitte daraus gibt es im Podcast des BR. Eine ewas längere Lesung bietet mdr kultur an.

Mit diesen kurzen Schlaglichtern  und den folgenden Terminhinweisen wünsche ich Ihnen schon jetzt eine erholsame Sommerzeit und dann wieder viel Kraft für den Herbst.
Ihr Martin Pilgram,
Vorsitzender von pax christi im Erzbistum München und Freising


line

12. Juli 2022, 18:00 Uhr
Friedensgottesdienst

st. Bonifazpax christi lädt ein zum monatlichen Friedensgottesdienst in der Krypta von St. Bonifaz. Seit September 2021 ist es wieder erlaubt in St. Bonifaz Gottesdienst zu feiern.Im Juli wird Claus Stegfellner den Gottesdienst mit uns feiern. Auch nach dem Gottesdienst können wir uns wieder im Pfarrzentrum von St. Bonifaz treffen. (mehr)

Ort: St. Bonifaz, Krypta, München, Karlstr. 34

line

4. Juli 2022, 18:30 Uhr
Papst Franziskus und der Krieg

st. BonifazBuchpräsentation des vom wissenschaftlichen Beirat von pax christi Deutschland herausgegebenen Buches "Papst Franziskus: Mensch des Friedens" mit anschließendem Podiumsgespräch.

Mit:
  • Bischof Dr. Peter Kohlgraf, Mainz, Präsident pax christi Deutschland, internationale katholische Friedensbewegung
  • Prof. Dr. Thomas Nauerth, Osnabrück
  • Dr. Markus Patenge, Deutsche Kommission Justitia et Pax, Berlin

Moderation: Dr. Steffi Wahl von pax christi und Dr. Thomas Wagner von der Katholischen Akademie im Haus am Dom. 
Ort: Haus am Dom Frankfurt und Online, digital finden Sie die Veranstaltung als Livestream hier.


line

23. Juli 2022, 18:00 Uhr

Frauen, Frieden und Sicherheit
Politisches Samstagsgebet

politisches SamstagsgebetFür das Politische Samstagsgebet im Juli 2022 konnte Brigitte Obermayer als Referentin gewonnen werden. Den geistlichen Impuls wird Britta Reinhard halten.
Eine Anmeldung ist nicht mehr nötig. Im Anschluss Zusammensein bei Brot und Wein.(mehr)

Ort: Katholische Hochschulgemeinde (KHG), Leopoldstr. 11, U3/U6: Giselastr., Ausgang F (Georgenstraße) | Bus 58, 68, 154: Georgenstraße

line

Vorschau

06.August 2022
Hiroshimagedenken

Hiroshima
Auch in diesem Jahr wird es wieder Gedenken zum Atombombenabwurf auf Hiroshima geben. Nachdem die erste Staatenkonferenz der Unterzeichner des Atomwaffenverbotsvertrages im Juni stattfand ist New York jetzt im August Konferenzort für den Nichtverbreitungsvertrag (NPT). Es wird sich zeigen in wie weit angesichts des Krieges in der Ukraine die Atomwaffenstaaten bereit sind Abrüstungsschritte einzuleiten.
Veranstaltungen finden statt in

- München
- Fürstenfeldbruck
- Gilching (21:00 Uhr, Friedenspfahl)
- und vielleicht auch in Ihrer Gemeinde.

line

8. - 9.August 2022

Jägerstättergedenken in St. Radegund

RadebundDas Jägerstätter-Gedenken findet heuer wieder wie gewohnt in St. Radegund am 8. und 9. August statt. Den Studienteil wird Franz-Josef Tremer zu Pater Franz Reinisch gestalten. Der Gedenkgottesdienst wird zelebriert von Probst Johannes Holzinger. (mehr)

Ablauf:
8.8., 18:00 Uhr
Abendgebet/Vesper in der Kirche St. Radegund Anschließend „Social Evening" im Gasthaus Hofbauer

9.8., 09:30 Uhr Pfarrheim Tarsdorf:
„Bei mir beißen die auf Granit", Leben und Sterben des Kriegsdienstverweigerers P. Franz Reinisch, Referat von Franz Josef Tremer, Dokumentarfilm und Blick auf die Verbindung zu  Franz Jägerstätter und auf ihre Aktualität heute

12.00 Uhr Mittagessen im Gasthaus Romstötter, danach 13.30 Uhr Fußwallfahrt von Tarsdorf nach St. Radegund

16.00 Uhr Andacht zur Todesstunde in der Pfarrkirche St. Radegund
Bericht von Dr. Andreas Schmoller, Leiter des Franz & Franziska Jägerstätter Instituts der Universität Linz, zu einem neu gefundenen Dokument von Franz Jägerstätter, Anschließend Möglichkeit zum Verweilen im Jägerstätter-Haus

19.30 Uhr Eucharistiefeier mit Propst Johannes Holzinger / St.Florian in der Pfarrkirche St. Radegund, Lichterprozession zur Jägerstätter-Grabstätte


line

Was Sie noch interessieren könnte
(die Beschreibungen sind den Ankündigungen der Veranstalter entnommen):

3. Juli 2022, 16:00 Uhr
Lesung aus Max Mannheimers Erinnerungen
Verabschiedung 2.0 von Diakon Klaus Schultz

DachauDie Corona-Pandemie hat 2020 und 2021 die Verabschiedung von Diakon Klaus Schultz leider nicht möglich gemacht. Sie soll nun nachgeholt werden, um seinen 23 Jahre währenden Dienst in der Evangelischen Versöhnungskirche angemessen zu würdigen. Zum Abschied gibt es ein ökumenisches Coventry-Gebet, eine Lesung von Sr. Elija Boßler (Karmel Heilig Blut) aus Max Mannheimers Autobiographie „Drei Leben“ und einen Empfang. (mehr)

Ort: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

line

3.Juli 2022, 10:30 Uhr
Aktionskonferenz gegen Krieg und Hochrüstung

nie wieder kriegDie Aktionskonferenz wird online durchgeführt. Im Frankfurter Gewerkschafts-haus wird die Technik und die Moderation der Aktionskonferenz präsent sein.

Nach einer Begrüßung durch Willi van Ooyen (Bundesausschuss Friedensratschlag) werden Jutta Kausch-Henken (FRIKO Berlin) und Wiltrud Rösch-Metzler (Kooperation für den Frieden)  die Moderation der Konferenz übernehmen. Nach einer politischen Einführung von Peter Wahl (attac – Globalisierung und Krieg) wird Reiner Braun (International Peace Bureau) über die jüngsten Aktionen der Friedensbewegung eine erste Einschätzung geben. (mehr)

Dem Zoom-Meeting beitreten
https://us02web.zoom.us/j/85429366619?pwd=bEau_RZzrjG_YXAVKLwNS9BJCc49SP.1

line


04.Juli 2022, 19:00 Uhr
Wir müssen solidarisch sein mit denen,
die Hilfe brauchen


MilgromMünchner Veranstaltung mit Rabbiner Jeremy Milgrom, Gründungsmitglied der "Rabbis for Peace"
Jeremy Milgrom wurde 1953 in den USA geboren, gewann als 15-Jähriger bei einem Bibelwettbewerb eine Reise nach Israel und ist dort geblieben. Als erstes musste er seinen Militärdienst ableisten und gewann dadurch tiefe Einblicke in die Verhältnisse.
Rabbi Milgrom setzt sich besonders für die Beduinen ein, die 1948 aus der Negev-Wüste vertrieben wurden.
Milgroms Überzeugung: "Wir müssen solidarisch sein mit denen, die Hilfe brauchen".
Bei seinem Beistand für palästinensische Bauern bei der Olivenernte wurde Milgrom vor kurzem von israelischen Siedlern verprügelt.
Jeremy Milgrom ist durch seine große Offenheit ein Pionier auf interreligiösem Gebiet. Seine Unbeirrbarkeit für Dialog und Verständigung versprechen einen
aufschlussreichen Vortrag, zu dem wir vielmals einladen.

Vortrag in englisch mit dt. Übersetzung


Ort: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München, UG,  Tanzraum

line

6. Juli 2022, 19:30 Uhr
Briefe aus dem KZ Dachau
Korrespondenz zwischen Johannes Neuhäusler und Kardinal Michael von Faulhaber (1941–1945)
 
JakobDer Vortrag nimmt die wechselseitigen Korrespondenzen zwischen Kardinal Michael von Faulhaber und Johannes Neuhäusler (1888 – 1973) während dessen Internierung im Konzentrationslager Dachau zwischen 1941 und 1945 in den Blick. Der Münchener Diözesanpriester und spätere Weihbischof (ab 1947) Johannes Neuhäusler war in seiner Funktion als kirchenpolitischer Referent des Erzbistums München und Freising ab 1933 hauptverantwortlich für die Kommunikation mit den staatlichen Stellen des Dritten Reiches. Nach seiner vierjährigen Inhaftierungszeit in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Dachau nahm er sich in seiner 1946 erschienenen Dokumentation „Kreuz und Hakenkreuz“ der Verteidigung der Haltung der Katholischen Kirche im Dritten Reich an. Die Korrespondenz zwischen Neuhäusler und Kardinal Faulhaber erstreckte sich dabei über den Großteil der Internierungszeit Neuhäuslers im KZ Dachau. (mehr)

Referent: Fabian Flohr, Doktorand im Fach Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Ort: Pfarrheim St. Jakob / Jakobuszimmer, Pfarrstraße 7, Dachau

line

7. Juli 2022, 20:00 Uhr
Russland – autokratisch, nationalistisch, imperialistisch?
Zur Rolle der inneren Verhältnisse Russlands für den Krieg.

UkraineDas außenpolitische Verhalten eines Landes wird im Wesentlichen von zwei grundlegenden Faktoren bestimmt. Zum einen von der Position im internationalen System, sowie dessen Struktur und Dynamik. Zum anderen von den inneren ökonomischen, politischen, kulturellen Verhältnissen. Beide stehen in einem komplexen Wechselverhältnis zueinander.

So wird die russische Außenpolitik stark geprägt von Faktoren wie dem atomaren Gleichgewicht des Schreckens mit den USA, dem geopolitischen Verhalten des Westens, wie der NATO-Ostexpansion, und anderer großer Akteure wie China oder Indien. Kein Land existiert unabhängig von den anderen.

Welche Rolle und welches Gewicht aber kommt den internen Strukturen zu, wie dem russischen Kapitalismus, dem politischen System und den Machtverhältnissen sowie der Kultur und Geschichte?

Das westliche Narrativ in Politik und Medien blendet die Zusammenhänge zwischen internationalem System und russischer Außenpolitik weitgehend aus. Stattdessen werden Ursachen und Motive der russischen Politik ausschließlich an den inneren Verhältnissen festgemacht. Da ist die Rede von imperialen Machtgelüsten, wonach das Territorium der ehem. UdSSR zurückerobert werden soll. Oder Putin wolle die EU unterwerfen. Und es gibt eine regelrechte Inflation von Nazi-Vergleichen, mit denen der Krieg erklärt wird.

Aber auch in Teilen der Friedensbewegung und der gesellschaftlichen Linken wird unter Berufung auf klassische, linke Imperialismustheorien der Ukraine-Krieg als imperialistische Expansion interpretiert, die ihre Wurzeln im russischen Kapitalismus habe.

Was ist dran an diesen Erklärungen? Was davon ist Ideologie oder Propaganda?

Darüber diskutieren in einer virtuellen Gesprächsrunde:

  • Kai Ehlers, Publizist, Russlandforscher, zahlreiche Buchveröffentlichungen zum
    postsowjetischen Raum
  • Felix Jaitner, Wirtschaftswissenschaftler, Autor u.a. von „Einführung des Kapitalismus
    in Russland
    “(VSA)
  • Kerstin Kaiser, Slawistin, Leiterin des ehem. Moskauer Büros der Rosa Luxemburg Stiftung

      Moderation: NN

Zugangsdaten: Registrieren Sie sich bitte:
https://us02web.zoom.us/meeting/register/tZArf-iupzMrGN1NSPlOpZ46zv4Y6MGnScAD

line8. Juli 2022
Mayors for Peace - Bürgermeister*innen für den Frieden

zoomJährlich am 8. Juli werden in rund 500 Städen und Gemeinden die Mayors for Peace-Flaggen gehisst, um sich für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen zu engagieren.

Jetzt eine Flagge bestellen und dabei sein: Am 8. Juli 2022 findet erneut der Mayors-for-Peace-Flaggentag statt. Dabei werden in rund 500 deutschen Mitgliedsstädten und -gemeinden die Flagge der Mayors for Peace vor den Rathäusern gehisst. In vielen Städten und Gemeinden finden außerdem begleitetende Veranstaltungen und Aktionen statt, die speziell durch Friedensgruppen oder Schulen unterstützt werden. Impressionen vergangener Veranstaltungen sind online zu finden.

Mitgliedstädte und -gemeinden, die noch keine Flagge haben, aber eine bestellen möchten, können dies hier tun. Eine Flagge kostet 100 Euro; das Geld kommt dem Bündnis Mayors for Peace zugute. Im Anschluss können Fotos von der Flaggenaktion eingereicht werden, die auf der Internetseite der Mayors for Peace veröffentlicht werden. Sofern die Flagge gehisst wird, erhalten Mitgliedsstädte und -gemeinden eine gemeinsame Pressemitteilung der Bürgermeister für den Frieden zur Veröffentlichung in den jeweiligen Lokalmedien. Die Presseerklärung erfolgt erst nach der Vertragsstaatenkonferenz zum AVV in Wien, dessen Ergebnisse einfließen werden. Vom 21. bis 23. Juni findet die Erste Vertragsstaatenkonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag in Wien statt. Einige Veranstaltungen werden im Livestream übertragen. Den entsprechenden Link veröffentlichen wir zeitnah auf unserer Website und bitten um Beachtung.

Hintergrund:
Mithilfe des Flaggentags sollen sich Mitglieder für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen engagieren. Der Flaggentag geht zurück auf ein Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag, als hauptsächliches Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen, das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Der Flaggentag findet jährlich statt, da der Internationale Gerichtshof (IGH) feststellte, dass "eine völkerrechtliche Verpflichtung [besteht], in redlicher Absicht Verhandlungen zu führen und zum Abschluss zu bringen, die nukleare Abrüstung in all ihren Aspekten unter strikter und wirksamer internationaler Kontrolle zu führen".

Weitere Informationen gibt die Landeshauptstadt Hannover als "Leadcity" der deutschen Mayors-for-Peace-Gemeinden unter Telefon +49511 168-41446 (Frau Evelyn Kamissek) oder per E-Mail an mayorsforpeace@hannover-stadt.de

Sprechen Sie ihren Bürgermeister an, wenn er noch nicht bei den Bürgermeistern dabei ist. Und wenn er schon dabei ist, hat er schon eine Fahne für den Flaggentag? Sofort bestellen!


line

08. Juli 2022, 14:00 Uhr
World Refugee Day 2022

Mauer BethlehemUnter dem Motto „Vielfalt feiern!“  findet anlässlich des Weltflüchtlingstages ein großes Kulturfestival im Kulturzentrum Sugar Mountain München und JQO (Junges-Quartier-Obersendling) in der Helfenrieder Straße 12, 81379 München. Auf dem Gelände des JQO befinden sich Wohnprojekte für Geflüchtete sowie viele Organisationen, Einrichtungen und Projekte für Migrationsarbeit.

Ein breites Münchner Bündnis befasst sich täglich mit den Themen Flucht und Asyl. Auf diese möchten wir an diesem Jahrestag nicht nur aufmerksam machen, sondern ein Festival von, für und mit Geflüchtete(n) veranstalten.

Wir laden alle interessierten Münchner:innen ein – egal welcher Nationalität, Religion, sexuellen Orientierung oder welchen Geschlechts, ob schon lange oder erst seit Kurzem in München. Alle sind willkommen!

Die Kulturveranstaltung wird von über 70 Künstler:innen / Kunstschaffenden / Workshopleiter:innen, von denen der überwiegende Teil Flucht- und/oder Migrationserfahrung hat, mitgestaltet. Die Teilnehmenden erwartet ein vielfältiges Programm für unterschiedliche Interessen und Altersgruppen. Neben Angeboten aus den Bereichen Musik, Kunst, Fashion, Tanz uvm. wird durch abwechslungsreiche Workshops ein breites Spektrum von Inhalten und künstlerischen Kenntnissen vermittelt.

Die Hauptziele sind die Sichtbarkeit der vielfältigen Münchner Migrationsgesellschaft, das Schaffen medialer Aufmerksamkeit für die Situation von Geflüchteten, die Begegnung von Münchner:innen mit und ohne Flucht- und Migrationserfahrung und ein klares Signal für ein positives Miteinander. (mehr)

Ort: Kulturzentrum Sugar Mountain München und JQO (Junges-Quartier-Obersendling) in der Helfenrieder Straße 12, 81379 München

line

09. Juli 2022, 19:00 - 22:00 Uhr
Der Ukrainekrieg – Anatomie eines europäischen Konfliktes

Mauer BethlehemRusslands nicht zu rechtfertigender Krieg gegen die Ukraine tobt nicht erst ab dem 24.02.2022. Seit dem Putsch von 2014 kämpfen Regierung und Söldnertruppen gegen die Autonomiebestrebungen im Süden und Osten der Ukraine. Was trugen NATO und EU zu dieser Eskalation bei und wo liegen Russlands Interessen? Der Ukrainekrieg hat in Europa gesellschaftliche, wirtschaftliche und militärische Veränderungen massiv befördert. Welche Alternativen wären möglich? Referat mit ansch. Diskussion. (mehr)

Referent: Jürgen Rose ist Oberstleutnant a.D., Publizist, Vorsitzender der kritischen Soldatenvereinigung „Darmstädter Signal“ und Mitglied der Münchner Freidenker.

Ort: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München, Raum: Kleiner Saal 211+212

line

12. Juli 2022, 19:30 Uhr 
In memoriam Wilm Hosenfeld
Konzertlesung zum 70. Todestag des Retters des jüdischen Pianisten Władysław Szpilman

JakobVor 20 Jahren kam der Film „Der Pianist“ in die Kinos, der nicht nur an das Verfolgungsschicksal des jüdischen Pianisten Władysław Szpilman erinnerte, sondern auch an seinen Retter, den deutschen Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld. 1944 versorgte Wilm Hosenfeld den Musiker in seinem Versteck mit Lebensmitteln. Der Hauptmann, im Zivilberuf Lehrer, war als Sportoffizier im Zweiten Weltkrieg in Warschau stationiert, wo er weitere NS-Verfolgte rettete. Bei Kriegsende geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, in der er am 13. August 1952 im Alter von 57 Jahren starb. Posthum wurde er 2008 von der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem als „Gerechter unter den Völkern“ geehrt.

Wenige Wochen vor dem 70. Todestag von Wilm Hosenfeld liest in Dachau seine Tochter Dr. med. Jorinde Krejci, geboren 1932 als Jorinde Hosenfeld, aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen ihres Vaters, die seine Entwicklung vom NSDAP-Mitglied zum Gegner des Regimes widerspiegeln. So notierte der Katholik am 16. Juni 1943 in Warschau angesichts der deutschen Verbrechen in sein Tagebuch: „Eine untilgbare Schande, einen unauslöschlichen Fluch haben wir auf uns gebracht. Wir verdienen keine Gnade, wir sind alle mitschuldig. Ich schäme mich, in die Stadt zu gehen, jeder Pole hat das Recht, vor unsereinem auszuspucken.“ Und an seine Familie schrieb er am 23. August 1944: „Ich versuche, jeden zu retten, der zu retten ist.“ Jorinde Krejci spricht auch über ihre Erinnerungen an ihren Vater, den sie 1944 bei einem Heimaturlaub zum letzten Mal sah. Da ihre Mutter und ihre vier Geschwister inzwischen verstorben sind, ist sie die letzte Zeitzeugin aus der Familie Hosenfeld.

Am Abend bringen Julia Neumann (Violine), Eva Reisky (Violine), Jutta Wörther (Viola und Leitung), Tizian Foidl (Violoncello) und Leopold Floß (Piano) Werke zu Gehör, die für Wilm Hosenfeld und Władysław Szpilman von besonderer Bedeutung waren. Der Zugang ist an dem Abend nur von 19.00 bis 19.30 Uhr über den Hof des Klosters Karmel möglich, Alte Römerstraße 91. Gäste dürfen den Klosterparkplatz nutzen. (mehr)

Ort: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau

line

13. Juli 2022, 16:30 Uhr
Feministische Außenpolitik im Schatten des Ukraine-Krieges
Online-Lesung und Gespräch mit Kristina Lunz, Center for Feminist Foreign Policy

AußenpolitikZum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ist die Feministische Außen- und Sicherheitspolitik im Koalitionsvertrag der Bundesrepublik Deutschland verankert. Der Krieg in der Ukraine stellt diesen Ansatz jedoch vor große Herausforderungen. Während weltweit bewaffnete Konflikte, Krieg und andere globale Krisen zunehmen, entzünden sich nicht nur in der Friedens- und in der feministischen Bewegung Diskussionen um Waffenlieferungen. Wenn heute von einer Zeitenwende gesprochen wird, ist damit vor allem die Aufrüstung gemeint. Was kann eine Feministische Außenpolitik in dieser Situation leisten?

Vorherrschende Diskurse und Entscheidungen in der internationalen Außen- und Sicherheitspolitik betreffen zwar alle, werden aber immer noch durch patriarchale Strukturen und Denkmuster geprägt. Militärische (und auch andere politische Entscheidungs-)Strukturen sind durchzogen von hegemonialer, hierarchischer Männlichkeit und sind nicht selten geprägt von Nationalismus und Rassismus. Die spezifischen Perspektiven, Erfahrungen und Interessen von Frauen* und marginalisierten Gruppen werden bei Entscheidungsprozessen systematisch ausgeblendet, abgewertet und übergangen. Dabei setzen sich gerade diese Gruppen aktiv für Frieden, Dialog und nichtmilitärische Konfliktlösungen ein. Im russischen Krieg in der Ukraine wird außerdem erneut deutlich, dass sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt signifikant zunehmen. Krieg wird eben nicht nur mit Panzern und Artillerie geführt.

Feministische Außen- und Sicherheitspolitik hinterfragt dieses militaristische Paradigma und stellt als Denkschule der Internationalen Beziehungen den Schutz von Menschen in den Fokus – nicht die militärische Sicherheit von Staaten oder die Integrität von Grenzen.
Sie ist dabei in einer Fürsorgeethik verankert, und nimmt so neben der reinen Abwesenheit von Gewalt auch sicherheitsrelevante Aspekte wie Gesundheit, Wirtschaft und eine intakte Umwelt in den Blick. (mehr)

Kristina Lunz ist Aktivistin, Politikwissenschaftlerin und Unternehmerin. Ihr Buch „Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch. Wie globale Krisen gelöst werden müssen“ ist am 24. Februar 2022 – dem Tag des Einmarsches Russlands in die Ukraine – im Econ-Verlag erschienen.
Sie ist Mitbegründerin und co-CEO des Centre for Feminist Foreign Policy in Berlin. In einer Online-Lesung mit anschließender Diskussion wollen wir mit ihr darüber sprechen, wie an einer feministischen Haltung im Angesichts eines Angriffskriegs festgehalten werden kann, welche Rolle Waffen und Militär in einer Feministischen Außenpolitik spielen und was es für einen nachhaltigen Frieden braucht.

Moderation: Gabriele Janecki & Erik Springer, Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V.

Die Veranstaltung findet online über Zoom statt. Eine Anmeldung ist erforderlich bis zum 11.07.2022

line

16. Juli 2022, 19:00 Uhr

Zwischen Apartheit und Apathie

Mauer Bethlehem
Palästinensische, israelische und deutsche Sichtweisen auf die aktuelle Situation in Israel/Palästina.
4 junge Münchner*innen mit palästinensischen, israelischen und deutschen Biografien geben Einblicke in ihre Erfahrungen und Sichtweisen zur Situation in Israel/Palästina. Welche Erwartungen stellen sie dabei auch an die deutsche Gesellschaft und Politik? Welche Rolle spielt die internationale Gemeinschaft?
Welche Lösungen sind heute noch für den Nahen Osten denkbar?
Diese Fragen werden im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit anschließender
Publikumsdiskussion erörtert werden.(mehr)

Ort: Gasteig, Kleiner Konzertsaal (S-Bahnhof Rosenheimer Platz)

line

29. Juli.2022, 19:00:00 Uhr
Im Schatten des Ukraine-Krieges:
Die Politik der israelischen Regierung im Konflikt mit den Palästinenser*innen verschärft sich weiter

Mauer BethlehemAlle reden über den Ukraine-Krieg. Die Offensive der Türkei in Nord-Syrien gegen die autonomen Kurdenregionen, und der israelisch-palästinensischen Konflikt werden kaum zur Kenntnis genommen.

Shir Hever gibt uns einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Israel und die israelische Besatzung in den palästinensischen Gebieten.(mehr)

Mit Dr. Shir Hever (Heidelberg) Autor des Buches „Zu den ökonomischen Aspekten der israelischen Besatzung palästinensischer Gebiete.“

Ort: EineWeltHaus München, Schwanthalerstr. 80, 80336 München
Raum: Kleiner Saal 211+212

line

29. - 31. Juli 2022
Peace Summer School 2022
Zusammenhalt und Konflikt - ein spannendes Verhältnis

sommer schuleDie Peace Summer School 2022 greift das diesjährige Thema des Augsburger Friedensfests „Zusammenhalt“ auf und setzt sich mit seinem Verhältnis zu Konflikten auseinander. Konflikte gehören zum alltäglichen Leben und sind Bestandteil
zwischenmenschlicher sowie gesellschaftlicher Interaktionenund Beziehungen. Sie können für Zusammenhalt in Politik und Gesellschaft eine entscheidende Rolle spielen.

Wann entsteht aus Konflikten Zusammenhalt und wann führt Zusammenhalt zu Konflikten? Wo zeigt sich dieses Verhältnis in unserem Zusammenleben, unseren Identitäten und Emotionen?

Der ASKA e.V. (Alumni und Studierende der Konfliktforschung Augsburg) bietet einen Raum, sich diesen Fragen in unterschiedlichen Formaten anzunähern und aus verschiedenen Perspektiven das Verhältnis zwischen Zusammenhalt und
Konflikt zu betrachten. Die dreitägige Veranstaltung umfasst eine interaktive Podiumsdiskussion und drei Workshops zu den Themenfeldern „Zusammenleben“, „Identität(en)“ und „Emotionen“. Gerahmt wird das Programm durch eine interaktive Entdeckungstour, ein gemeinsames Abendessen und einem Brunch sowie einem kleinen Konzert. (mehr)

Jetzt anmelden

Ort: Augsburg, Zeughaus, Zeugplatz (barrierefrei)

line

Frauen in Schwarz

Die Frauen in Schwarz und Aktive für einen Gerechten Frieden in Nahost halten ihre Mahnwachen weiter an jedem 2. und 4. Freitag im Monat ab. Die nächsten Termine sind:

  • 08.07.
  • 22.07.

line


und natürlich unsere Infokanäle im Internet:

Und wenn Sie selbst etwas entdecken, was Ihnen interessant erscheint, teilen Sie es uns bitte mit: muenchen@paxchristi.de

 
 

 

 
 

© pax christi München & Freising | Marsstr. 5/IV | 80335 München | Tel./Fax 089/5438515

 
 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

Sie haben diese Mail fehlerhafter Weise bekommen? Sie möchten keinen weiteren Newsletter bekommen? Dann schreiben Sie uns: paxchristi.muenchen@t-online.de

Für weitere Fragen schreiben Sie bitte eine E-Mail an: martin.pilgram@gmx.de