MartinLiebe Leserinnen und Leser,

Die Sommerferien und mit ihnen auch der Sommer geht zu Ende. Gedenken an die Atombombenabwürfe in Hiroshima und das Jägerstättergedenken in Radegund liegen hinter uns. Vor uns, und das wird noch viele Veranstaltungen und Angebote im September bestimmen, liegt die Wahl des neuen Bundestages am 26. September. Viele Organisationen, die der Friedensbewegung nahestehen, haben Wahlhilfen, Wahlempfehlungen oder Anfragen an die Politiker zu ihren Themen in diesen Wahlkampf eingebracht. Sprechen Sie die Kandidaten bei Ihnen vor Ort auf die Themen Atomwaffen, Auslandseinsätze oder Gewaltfreiheit an. Lassen Sie sich dabei nicht beeindrucken von Aussagen, dass die Welt immer gefährlicher wird und wir uns nur mit noch mehr und noch gefährlicheren Waffen schützen können. Sicherheit muss menschliche Sicherheit betreffen und dazu gehört ebenso Klimaschutz und Gesundheitsvorsorge auch bei uns vor Ort. 

Trotz wieder steigender Inzidenzen können wir wieder Gottesdienst in St. Bonifaz feiern. Der erste Termin ist der 14. September. Und dann möchte ich Ihnen noch die pax christi Begegnungstage (24./25.9.) in Armstorf ans Herz legen, auf denen das Thema der Friedensdekade aufgegriffen wird und an dem Sie sich auch mit anderen pax christi Mitgliedern austauschen können.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie bei den Gesprächen mit den Politikern Ihre Positionen deutlich machen können. Und: Gehen Sie am 26. September wählen!

Ihr Martin Pilgram,
Vorsitzender von pax christi im Erzbistum München und Freising

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1. September 2021, 18:00 Uhr
Antikriegstag 

Anti KriegstagNIE WIEDER FASCHISMUS
NIE WIEDER KRIEG!

Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 begann der Eroberungs- und Vernichtungskrieg Hitlerdeutschlands, mit über 55 Millionen Toten und dem Völkermord an Juden, Sinti und Roma.

Von Deutschland darf nie wieder Krieg ausgehen

Das ist die wichtigste Lehre aus dem von Deutschland entfesselten zweiten Weltkrieg. Heute, 80 Jahre nach Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion, stehen Bundeswehrtruppen wieder an der Westgrenze Russlands, beteiligen sich an NATO-Kriegsmanövern und an Atomkriegsübungen, die sich gegen Russland richten.

Gleichzeitig werden die Militärausgaben massiv erhöht und sollen noch weiter steigen. Wenn die Bundesregierung – entsprechend ihrer NATO-Zusage – die Militärausgaben auf 2 % des BIP erhöht, wird der Rüstungsetat in wenigen Jahren von heute 50 Mrd. auf jährlich mehr als 80 Milliarden Euro steigen.

Dieser Wahnsinn muss beendet werden. Der Frieden in Europa kann nur durch eine Politik der Entspannung und Abrüstung gesichert werden.

Statt Milliarden für Rüstung und Kriegsvorbereitung zu verschleudern, müssen unsere Steuergelder in das Sozialsystem, in das Bildungswesen, in die Altenpflege, den sozialen Wohnungsbau, in den Schutz der Umwelt und in die Verhinderung der Klimakatastrophe investiert werden.

  • Der Konfrontationskurs gegen Russland und China muss beendet werden.
  • Wir fordern die Beendigung aller Auslandseinsätze der Bundeswehr und ein Verbot aller Waffenexporte.
  • Die Bundesregierung muss den UN-Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen und dafür sorgen, dass die in Büchel stationierten US-Atomwaffen abgezogen werden.
  • Wir wenden uns gegen alle Formen von Rassismus und Nationalismus, die der Vorbereitung weiterer Kriege dienen.

Ort: München, Stachus


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. September 2021, 11:55 Uhr
Menschenkette gegen Atomwaffen in Büchel

BüchelDie Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ ruft auf zu einer Menschenkette gegen Atomwaffen am 5. September am Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Mit der Menschenkette am letzten Stationierungsort von US-Atomwaffen in Deutschland bringt die Kampagne das Thema Atomwaffen und nukleare Abrüstung in den Wahlkampf ein. Die Debatte der letzten Jahre um die Fortführung der nuklearen Teilhabe und das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags (AVV) bestärkt die Atomwaffenfrei-Kampagne darin, den Druck auf die Parteien gerade jetzt im Vorfeld der Bundestagswahl zu erhöhen.
„Mit der Menschenkette wollen wir Druck machen, damit Deutschland endlich dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und die Atombomben aus Büchel abgezogen werden. Große Teile der Bevölkerung teilen diese Forderungen, aber in den Wahlprogrammen der Parteien finden sich diese kaum wieder“, erklärt Marvin Mendyka, Sprecher der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. „Lippenbekenntnisse zum Ziel einer Welt ohne Atomwaffen gibt es in den Wahlprogrammen der Parteien zu Genüge. Jetzt braucht es konkrete Schritte, wie den Beitritt zum Atomwaffenverbot und den Abzug der Bomben aus Büchel. Dafür gehen wir am 5. September auf die Straße“, so Mendyka weiter.

Die Aufstellung der Menschenkette am 5. September in Büchel beginnt um 12 Uhr. Die Menschenkette startet am Ortskern von Büchel und geht nördlich entlang des Fliegerhorsts bis zum Haupttor. Der Streckenverlauf ist ca. 3,5 km lang. Gegen 13 Uhr soll die Kette für ca. 15 Minuten geschlossen werden. Zur Einhaltung der Abstände während der Menschenkette wird es Menschenkettenbänder geben. Ab ca. 14.30 Uhr wird es Redebeiträge und Musik auf dem Kundgebungsplatz direkt neben dem Haupttor des Fliegerhorsts Büchel geben. Gegen 16 Uhr wird die Aktion enden.

Mit der Menschenkette will die Kampagne die zentrale Aktion der Friedensbewegung im Vorfeld der Bundestagswahl auf die Beine stellen und rechnet mit vielen Teilnehmenden. Aus verschiedenen Städten Deutschlands wird es dazu Busanreisen geben.

Der Landesverband der DFG-VK und das Münchner Friedensbündnis wollen zur Menschenkette in Büchel am 5.9.2021 ihren Beitrag leisten.Wir melden ein Teilstück von 100m an, das wir füllen möchten – mit Euch!

Wir haben einen Bus organisiert, der bereits am Vortag in Büchel ankommt, einen Übernachtungsort, den wir schon mal reserviert haben und der uns die Möglichkeit gibt, uns am Vorabend (so Corona will) endlich mal wieder gesellig zusammenzusetzen und uns persönlich auszutauschen.

Abfahrt München 4.9. - es sind noch Plätze frei!

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9. September, 19:30 Uhr
Friedens- und Sicherheitspolitik auf dem Prüfstand
Bundestagskandidat(innen) nehmen Stellung

SicherheitNeue Sturmgewehre und neue Kampfbomber für die Bundeswehr? Soll Deutschland über den Einsatz von Atomwaffen mitentscheiden dürfen?

Dies sind beispielhafte Fragen, die innerhalb des Verteidigungsministeriums, aber auch in der Zivilgesellschaft diskutiert werden. Milliardenausgaben sind geplant. Doch was dient dem Frieden?

Das in der Evangelischen Landeskirche in Baden von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe entwickelte Szenario „Sicherheit neu denken“ stellt die Effizienz militärischer Verteidigung in Frage und zeigt ein Konzept für eine Friedenspolitik auf der Basis von Gewaltfreiheit und Konfliktmanagement auf. Freiwerdende Ressourcen könnten beispielsweise zur Katastrophenbekämpfung und für eine wirksame Klimaschutzpolitik eingesetzt werden und somit zur Konfliktminderung beitragen.

Im Vorfeld der Bundestagswahl wollen wir mit Wahlkreiskandidat(innen) aus dem Raum Freiburg über diese Initiative, über ihre und über unsere Vorstellungen einer zukunftsfähigen Friedenspolitik ins Gespräch kommen.

Moderator: Andreas Zumach, Journalist und Publizist, UNO-Korrespondent für die tageszeitung, freier Mitarbeiter der Badischen Zeitung.

Podiumsteilnehmer(innen): Johannes Fechner (SPD), Chantal Kopf (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Matern von Marschall (CDU, angefragt), Tobias Pflüger (DIE LINKE), Tino Josef Ritter (FDP).

Ort: Freiburg, Evangelische Hochschule, Bugginger Str. 38, im Hörsaal und per Videokonferenz.                                        

Bitte melden Sie sich über diesen Link zur Teilnahme verbindlich an und geben Sie an, ob Sie in Präsenz oder per Videokonferenz an der Veranstaltung teilnehmen möchten.

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11. September 2021
Bundesweiter Aktionstag "Menschenrecht statt Moria"

8:15 – 8:45 Uhr:    Gemeinsamer Start in den Tag

Vormittags – Ende offen:
Gespräche mit den Kandidat:innen für den Deutschen Bundestag an Wahlkampfständen der Parteien

19:30 Uhr - 20:30 Uhr: Licht- und Klanginstallation „Vertreibung, Flucht, Asyl“
Den Trailer zur Lichtinstallation können Sie sich hier anschauen.

Materialien und Anregungen zu weiteren Aktionsformen finden Sie hier

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14. September 2021, 18:00 Uhr
Friedensgottesdienst

st. Bonifazpax christi lädt ein zum monatlichen Friedensgottesdienst in der Krypta von St. Bonifaz. Ab dem 14. September 2021 ist es wieder erlaubt in St. Bonifaz Gottesdienst zu feiern.

weitere Termine in 2021: 12. Oktober, 9. November, 14. Dezember (mehr)

Ort: St. Bonifaz, Krypta, München, Karlstr. 34

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15.September 2021, 19:00 Uhr
Eine bessere Welt – Meine eigenen Kriterien für die Bundestagswahl
Workshop

bessere WeltEine bessere Welt – Meine eigenen Kriterien für die Bundestagswahl: Die beiden Schreiben von Papst Franziskus "Laudato Si" und "Fratelli Tutti" geben Impulse, wie wir unser Miteinander – sowohl zwischenmenschlich als auch mit der Schöpfung – gestalten sollen. 

Anhand ausgewählter Themen wollen wir ins Gespräch kommen, um Kriterien für die kommende Bundestagswahl aufzeigen.
Sie können sich in zwei Gesprächsrunden der sechs Workshops austauschen, um für sich eine gute Basis für Ihre Stimmabgabe im Sinne von „Laudato Si“ und „Fratelli Tutti“ zu finden.
Die beiden Texte müssen Sie vorab nicht gelesen haben.

Flyer der Veranstaltung herunterladen 

Die sechs Workshops:
  1. Schöpfungsverantwortung („Laudato Si“) mit Rainer Zöller
  2. Gemeinwohlökonomie mit Alexander Sitter, Diözesanstelle Weltkirche
  3. Geschwisterlichkeit und Soziale Freundschaft mit Robert Hübner, Asylseelsorge
  4. „Das große Thema ist die Arbeit“ mit Peter Hartlaub, KAB und Betriebsseelsorge
  5. „Frieden ist mehr als das Nichtvorhandensein von Krieg“ (LS 225) mit Stefan Silber, pax christi
  6. Nachhaltige Mobilität mit Br. Julian Glienke OSB, Abtei Münsterschwarzach

Online
Der Link wird den angemeldeten Personen per Mail zugeschickt.
Anmeldelink: https://t1p.de/WahlKriterienLaudatoSi 

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18. September 2021, 18:00 Uhr
Politik und Mystik
Politisches Samstagsgebet

politisches Samstagsgebet
Für das Politische Samstagsgebet im September 2021 konnte Reinhard Haubenthaler gewonnen werden. (mehr)

Anmeldung bei Gabriele Hilz (089/89340480) oder per Mail an: gabriele.hilz@t-online.de

Ort: Kath. Hochschulgemeinde, Leopoldstr. 11; U3/U6 Giselastraße, Ausgang F (Georgenstraße) | Bus 58, 68, 154: Georgenstraße


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24. September 2021, 18:00 Uhr
"Der Patriarch des Volkes"

FriedensdekadeVerzweiflung und Hoffnung aus dem Heiligen Land - Film über Patriarch Dr. Michel Sabbah, Jerusalem, anschließend Gespräch mit ihm sowie dem Regisseur des Films, Mohammed Alatar.

Der in Nazareth geborene Priester und spätere Präsident der katholischen Universität Betlehem, Dr. Michel Sabbah, war von 1987 bis 2008 das Oberhaupt der katholischen Kirche von Israel, Palästina, Jordanien und Zypern. Papst Johannes Paul II. hatte den Palästinenser 1987 zum lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernannt. 2008 stimmte Papst Benedikt XVI zu, dass Patriarch Sabbah sich im Alter von 75 zur Ruhe setzte. Von 1999 bis 2007 war Patriarch Sabbah Präsident von Pax Christi International. Er ist immer noch aktiv in vielen Initiativen und Aktivitäten um seine humane und spirituelle Botschaft in Palästina und in der Welt zu verbreiten.

Der Abend kann gemeinsam in der Katholischen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart erlebt werden (Teilnehmer:innenanzahl ist begrenzt) sowie über den Bildschirm mitverfolgt werden. Das Gespräch ist mit deutscher Verdolmetschung. Die Gesprächspartner:innen sind uns aus Jerusalem, Betlehem und Ramallah zugeschaltet.

Eine Veranstaltung im Rahmen der weltweiten ökumenischen Woche für Frieden in Israel und Palästina des Weltkirchenrates, in Kooperation mit: ACK Baden-Württemberg, Katholischen Bildungswerk Stuttgart, Pax Christi Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg, Freunde von Sabeel Deutschland, Förderverein Bethlehem Akademie Dar al-Kalima, Pro Ökumene und der Katholischen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Weitere Teilnehmer:innen:
Lily Habash, Filmproduzentin und Gemeindemitglied, Prof. Ulrich Duchrow, Heidelberg und Dr. Albrecht Haizmann, Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Baden-Württemberg.

Moderation:
Wiltrud Rösch-Metzler, Vorsitzende pax christi Rottenburg-Stuttgart

Anmeldung zur Teilnahme in Präsenz oder Online bis spätestens 21.09.2021. Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie in der Einladung

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24.- 25. September 2021
Reichweite Frieden
pax christi-Begegnungstage in Armstorf

FriedensdekadeSeit vielen Jahren organisieren wir im September ein Begegnungs-Wochenende des pax christi-Diözesanverbandes unter dem Motto der Friedensdekade.

Wir wollen das Motto der Friedensdekade 2021 – „Reichweite Frieden“ – mit in unsere Gespräche einbeziehen.

Der blaue Planet unter dem Flugbahnennetz der Friedenstauben ist ein gutes Symbol auch für die gegenwärtige Ökumene. Diese ist Institution, Struktur und Bewegung zugleich. Gerechtigkeit, Frieden und sichtbare Einheit sind ihre Ziele. Die ökumenische FriedensDekade trägt Jahr für Jahr verlässlich dazu bei, dass wir auf diesem Weg gemeinsam vorankommen.

Der inhaltliche Austausch, der gemeinsame Gottesdienst und das abendliche Beisammensein haben immer wieder Mut gemacht. Auch dieses Jahr treffen wir uns wieder im Bildungshaus der  Franziskanerinnen von Kloster Armstorf. Und auch dieses Mal beginnen wir am Freitag wieder um 15:00 Uhr! (mehr)

Anmeldungen zum Begegnungs-Wochenende – möglichst bis zum 13.09. – unter: pax christi, Marsstr. 5, 80335 München Tel. : 089/5438515, 
paxchristi.muenchen@t-online.de

Ort: Bildungshaus der Franziskanerinnen, Kloster Armstorf, Dorfener Str. 12, 84427 Sankt Wolfgang


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Vorschau

6. August 2021
Friedensdekade
FriedensdekadeDie Friedensdekade 2021 steht unter dem Motto "Reichweite Frieden". Diesem Thema schießen sich auch die Münchner Friedenswochen vom 1.-30. November an. Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Kalender mit den entsprechenden Angeboten geben. Ihre Veranstaltung können Sie über das Webformular eintragen.



Wanderfriedenskerze
WanderfriedenskerzeUnsere Wanderfriedenskerze soll am 1.September mit den anderen Kerzen, die im Raume Rhein-Main wandern werden, im Dom von Frankfurt ausgesendet werden.
Danach kann Sie bei uns in der Diözesanstelle Marsstr. 5 mit den entsprechenden Materialien ausgeliehen werden. Weitere Informationen zur Kerze, zum Thema "Gestohlene Kindheit - Sackgasse Flüchtlingslager" und zum Motiv auf unserer Internetseite.

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Was Sie noch interessieren könnte

(die Beschreibungen sind den Ankündigungen der Veranstalter entnommen):

2. - 5. Septembr 2021
Gottesbilder und Gewaltfreiheit

church and peace„Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren.“ (Philipper 4,7)

Als europaweites ökumenisches Netzwerk Church and Peace verbindet uns das friedenskirchliche Zeugnis, der Ruf zur Gewaltfreiheit, der im Zentrum des Evangeliums steht.

In diesem Jahr wollen wir uns mit dem Zusammenhang von „Gottesbildern und Gewaltfreiheit“ beschäftigen. Wir stellen uns damit auch Fragen zum (weit verbreiteten patriarchalischen) Gottesbild:

  •  Gibt es einen unmittelbaren Bezug zwischen Gottesbild und der Befürwortung von Gewalt bzw. Gewaltfreiheit?
  • Welche Gottesbilder befördern Gewaltfreiheit?
  • Hat die Friedenstheologie das patriarchalische Gottesbild überwunden?

Und wir fragen uns jeweils persönlich:

  • Welches Gottesbild habe ich? Wie rede ich von und mit Gott?
  • Wie prägt das mein Engagement für den Frieden?
  • Welches Gottesverständnis drückt sich in der liturgischen Sprache und Tradition meiner Gemeinschaft aus?
  • Wie wirkt es sich in den Strukturen unserer Gemeinschaften aus?
  • Wie tragen wir dazu bei, dass unsere Gruppen, Gemeinschaften und Kirchen eine (geschlechter-) gerechte Friedenstheologie, eine gerechte (liturgische) Sprache und die entsprechenden Haltungen entwickeln?

D
as Tagungsthema verstehen wir (auch) als einen Beitrag zur UNO-Sicherheitsrat-Resolution 1325 und zu späteren Resolutionen im Rahmen der Agenda zu Frauen, Frieden und Sicherheit (WPS). Diese fordern mehr Schutz für Frauen vor sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt in Konfliktsituationen, die Förderung der politischen Partizipation von Frauen, die Prävention von Gewalt gegen Frauen durch die Förderung von Frauenrechten und Geschlechtergleichstellung sowie die Etablierung der Genderthematik in allen mit Frieden und Sicherheit zusammenhängenden Bereichen.
In den Workshops werden wir einzelne Aspekte ansprechen und vertiefen. (mehr)

Ort: online per Zoom, Anmeldung:  Bitte melden Sie sich bis zum 29. August über dieses Anmeldeformular für die Konferenz an!


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8. September 2021, 19:00 Uhr

Sommer, Sonne, EU-Grenzpolitik - Menschenrechtsverletzungen auf den Kanaren
Online-Diskussion

sommerSeit Ende 2020 steigt die Zahl der Schutzsuchenden aus Westafrika, die über den Atlantik die kanarischen Inseln erreichen, rasant. Dieser Weg gilt als die gefährlichste und tödlichste Fluchtroute. Gleichzeitig werden die westlichen Mittelmeerrouten von der EU blockiert. Die Gründe für den enormen Zulauf an Schutzsuchenden sind vielfältig: Nicht nur zwingen bewaffnete Konflikte die Menschen zur Flucht, auch der Verkauf von Fischereilizenzen an europäische und chinesische Fischfangunternehmen, sowie eine schwere Wirtschaftskrise in Regionen Nord- und Westafrikas infolge der Covid-19-Pandemie spielen eine entscheidende Rolle. Die Versorgungslage in den provisorischen und überfüllten Zeltlagern und Unterkünften auf den Inseln erweist sich zunehmend als prekär und menschenunwürdig: Es mangelt an grundlegender Versorgung mit Nahrungsmitteln, der Bereitstellung von sanitären Anlagen und Hygieneartikeln, dem Zugang zu medizinischer Versorgung, sowie der Möglichkeit juristischer Beratung. An die Ermöglichung von Hygienevorkehrungen zum Schutz vor Corona ist gar nicht erst zu denken. Zudem ist die Praxis, die Menschen auf den Inseln festzuhalten, gemäß dem kanarischen Verwaltungsgericht nicht rechtmäßig. Gemäß Expert*innen sind die Prognosen für die nächsten Monate verheerend – während die Ankunft von zahlreichen Menschen erwartet wird, schauen die nationalstaatlichen Regierungen sowie die EU weiterhin weg. Es ist Zeit, menschenwürdige Lösungen insbesondere von der EU zu fordern.

Nach einem kurzen Film zur aktuellen Situation auf den Kanaren mit anschließendem Input des Filmemachers Till Egen folgt eine Podiumsdiskussion mit Erik Marquard (EU-Parlament, Bündnis 90/Die Grünen), sowie Vertreter*innen der Initative Watch the Med Alarm Phone (angefragt) sowie der Seenotrettungsorganisation Salvamento Marítimo (angefragt).(mehr)

Anmeldung hier


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14. September 2021, 19:00 Uhr
Der arabische Frühling – die Hintergründe und ihre Folgen
Diesmal: Tunesien und der Libanon

Sendereihe

sommerTunesien
Tunesiens Staatschef Kaïs Saïed hat Ende Juli Ministerpräsident Hichem Mechichi seines Amtes enthoben und die Arbeit des Parlaments vorerst ausgesetzt. Nach Angaben des Präsidialamts in Tunis soll die Aussetzung der parlamentarischen Arbeit für 30 Tage gelten, doch die weitere Entwicklung ist noch unklar. In der Septemberausgabe der Arabischen Redaktion werden wir die Ereignisse analysieren und die Entwicklung dieses Landes, von dem 2011 die Arabellion ausgegangen war und als einziger Staat der Region die Demokratie bewahrte, beleuchten. (mehr)

Libanon
Seit Jahren befindet sich der Libanon in einer schier ausweglosen Situation. Das ursprünglich ausgehandelte Teilhabe-System der führenden Religionen ist am Ende. Der syrische Krieg zwang mehr als eine Million Flüchtlinge in das Land, und das bei einer Einwohnerzahl von gut vier Millionen. Die Hisbollah wurde zur stärksten Kraft im Libanon. So ist der Staat der Hegemoniebestrebungen des Iran und Israels weitgehend schutzlos ausgeliefert. Zu der Krise in der Wirtschaft und im Finanzsektor kam die Armut eines großen Teils der Bevölkerung hinzu. Die verheerende Explosion vor einem Jahr in Beirut verstärkte die Ausweglosigkeit. Zugesagte ausländische Hilfe, vor allem von Frankreich, haben einen neokolonialen Beigeschmack. Im zweiten Teil der Septemberausgabe der Arabischen Redaktion analysieren wir die aktuelle Entwicklung und wagen einen Ausblick auf eine Zukunft in dieser Region. (mehr)

Radio Lora, https://lora924.de/livestream/live-horen/

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19. September 2021, 15:00 Uhr bzw. 16:30
Abrahamisches Friedensgebet und Manfred-Görg-Preis 2021

Ort: Haus der Kulturen und Religionen München, (Nazarethkirche München-Bogenhausen) Barbarossastr. 3, 81677 München

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22. September 2021, 19:00 Uhr
Kurdisches Judentum gestern und heute

freunde abrahamsDie kurdisch-jüdische Gemeinschaft kann auf eine lange Geschichte in Mesopotamien zurückblicken. Obwohl sie einen Großteil der politischen Geschichte mit ihren arabisch-jüdischen Geschwistern teilt, gibt es große Unterschiede im kulturellen Bereich. Viele dieser kulturellen Besonderheiten konnte sich die Gemeinschaft auch nach ihrer Auswanderung nach Israel erhalten. Heute gibt es zahlreiche Initiativen auch in der Autonomen Region Kurdistan im Norden des Irak, dieses jüdisch-kurdische Erbe zu erhalten und sogar wiederzubeleben. Der Vortrag möchte eine Schneise durch die Geschichte der kurdisch-jüdischen Gemeinschaft schlagen, auf deren kulturelle Besonderheiten eingehen sowie aktuelle Positionen und Initiativen vorstellen. (mehr)

Magdalena Nauderer studierte Philosophie und Nahostwissenschaften mit Schwerpunkt Arabistik und Judaistik an der Hochschule für Philosophie und an der LMU. Sie arbeitet seit 2017 für die NGO Jesuit Worldwide Learning in der Region Kurdistan-Irak und beendet gerade ihren Master in Religionsphilosophie an der HfPh in München.

Da wir Corona-bedingte Einschränkungen nicht ausschließen können, empfiehlt sich Anmeldung über info@freunde-abrahams.de oder 089/1588 1260 (AB).

Ort: Pfarrsaal Herz-Jesu, München-Neuhausen, Winthirstraße 25

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25. September 2021, 9:00 Uhr
Gefühle Gedanken Worte Entscheidungen Handlungen

sommerNicht erst jetzt, aber in Corona-Zeiten ganz besonders deutlich, behalten die Begriffe aus der Überschrift Gefühle Gedanken Worte Entscheidungen Handlungen ihren Wert für die Fragen „Warum sage/tue ich das, was ich sage/tue?“ und „Wie gehen wir miteinander um?“

Sich damit auseinanderzusetzen und dabei auch über die eigene Person bereits Bewusstes weiter zu entwickeln und Neues zu lernen, ist eine dauerhaft lohnende Beschäftigung. Wenn Sie sich damit befassen wollen, begleiten wir Sie gerne – unabhängig davon, ob Sie sich für eine Teilnahme für sich selbst entscheiden oder ob Sie auch beratend tätig sind, wie bei einer karitativen Vereinigung oder einer Notfall-Hotline.

Auf die Begegnung mit Ihnen und unser gemeinsames Arbeiten freuen sich

  • Schwester Dr. M. Adelheid Schneider, Kloster Seligenthal, Landshut, Mediatorin

  • Norbert Seidl, Poing, Rechtsanwalt, zertifizierter Mediator, Trainer für Gewaltfreie Kommunikation

in einer Workshopreihe zu gewaltfreier Kommunikation im Kloster Seligenthal.

Erster Workshop: Gewaltfreie Kommunikation nach M. B. Rosenberg, Samstag, 25.09.2021 und Samstag, 16.10.2021

Konditionen, Kontakt und Anmeldung: Norbert Seidl, Rechtsanwalt, zert. Mediator, Franz-von-Lenbach-Weg 31, 85586 Poing, mail@ra-norbert-seidl.de
Tel.: +49 89 244 130 111, Fax: +49 89 244 130 121, Mobil: +49 170 490 7032


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29. September 2021, 19:30 Uhr
Berliner Compagnie: "Alles Fleisch"

berliner compagnieIm letzten Gastspiel der Berliner Compagnie mit dem Titel "Alles Fleisch" geht es um Klima, Entwicklung, Dritte Welt, um die große Solidarität.

Inszenieren, proben, aufführen in Zeiten von Corona, geht das? Wir wagen es, weil das Stück brandaktuell ist. Es geht um Massentierhaltung.

Innerhalb der Familie Schwarte prallen die Widersprüche aufeinander. Da ist zum einen Philipp, der Chef eines Fleischkonzerns, zum anderen sein Bruder, der Amtstierarzt, der zwischen allen Stühlen sitzt. Dessen Frau Marianne engagiert sich im Weltladen für den globalen Süden, die gemeinsame Tochter Lisa ist eine glühende Tierrechtlerin. Ihre Freundin Hanna, eine Linke, prangert die Arbeitsverhältnisse im Schwarte-Konzern an und versucht, sich in der Lokalzeitung der kleinen Stadt zu behaupten.
Welche Interessen, welche Verstrickung und Vorteilsnahme stehen einer Änderung dieser Verhältnisse entgegen? Im Mikrokosmos  einer deutschen Kleinstadt geht unser Stück dieser Frage nach.
Mit Blick auf die Hygieneregeln inszeniert, ist das Stück nicht nur ästhetisch ein spannendes Unterfangen. Es stellt unbequeme Fragen. Wie wirkt sich die Massentierhaltung aus? Auf den globalen Süden, auf unsere Umwelt? Was tun wir den Tieren an und letztlich: Was kommt bei uns auf den Tisch?

Der Philosoph Max Horkheimer hat unsere Gesellschaft mit einem Wolkenkratzer verglichen: Ganz oben die Eigentümer, die Finanzindustrie, die sich bekämpfenden Manager, darunter die politischen, militärischen und akademischen Eliten, gefolgt von Handwerkern, Proletariern und Kranken. Darunter das koloniale Massenelend, das alle Begriffe übersteigt, bis der Keller des Wolkenkratzers erreicht wird: »Unterhalb der Räume, in denen millionenweise die Kulis der Erde krepieren, wäre dann das unbeschreibliche, unausdenkliche Leiden der Tiere, die Tierhölle.“
Karten können über folgenden Link erworben werden:
https://eveeno.com/berlinercompagnieaugsburg

Ort: Augsburg, Augustanasaal; Im Annahof 4


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30. September 2021, 19:00 Uhr
Aufbruch oder schnelles Ende?
Neue Regierung und alte Konflikte in Israel

IsraelMit einer Acht-Parteien-Koalition und einer hauchdünnen Mehrheit haben israelische Politiker von rechts bis links es geschafft, die Ära Netanjahu zu beenden. Seither scheint alles auf den Kopf gestellt: Regierungschef Naftali Bennett hält seine klassische rechtsnationale Ausrichtung zurück und die arabische Partei in seiner Koalition stärkt ihm den Rücken. Das zielt gegen den gemeinsamen Gegner Benjamin Netanjahu, der mit allen Mitteln zurück an die Macht strebt. Wie sieht es 100 Tage nach dem Ende seiner Regierung in Israel aus? Und wie geht es im Verhältnis zu den Palästinensern, den arabischen Staaten und den Global Playern weiter? (mehr)

mit
Igal Avidan, israelischer Autor und Journalist, Berlin

Prof. Dr. Stephan Stetter, Professor für Internationale Politik und Konfliktforschung an der Universität der Bundeswehr München

Igal Avidan und Stephan Stetter werden die Situation im Dialog beleuchten.

Hier anmelden

Ort: Livestream bzw. Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München


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und natürlich unsere Infokanäle im Internet:

Und wenn Sie selbst etwas entdecken, was Ihnen interessant erscheint, teilen Sie es uns bitte mit: muenchen@paxchristi.de

 

 

 
 

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