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pax christi

menschen machen frieden - mach mit.

Unser Name ist Programm: der Friede Christi. 

pax christi ist eine ökumenische Friedensbewegung in der katholischen Kirche. Sie verbindet Gebet und Aktion und arbeitet in der Tradition der Friedenslehre des II. Vatikanischen Konzils. 

Der pax christi Deutsche Sektion e.V. ist Mitglied des weltweiten Friedensnetzes Pax Christi International.

Entstanden ist die pax christi-Bewegung am Ende des II. Weltkrieges, als französische Christinnen und Christen ihren deutschen Schwestern und Brüdern zur Versöhnung die Hand reichten. 

» Alle Informationen zur Deutschen Sektion von pax christi

Politisches Samstagsgebet München

23. Sep 2017 – 18:00 Uhr , wieder in der KHG, Leopoldstr. 11; U3/U6 Giselastraße Ausgang Georgenstraße

Das politische Samstagsgebet im September 2017 steht unter der Überschrift: "Nach Aufrüstung kommt Krieg - die aktuelle Aufrüstung". Als Referent konnte Clemens Ronnefeldt gewonnen werden. Danach: Brot und Wein

     Nach Aufrüstung kommt Krieg
    - die aktuelle Aufrüstung –

In den Zeiten des kalten Krieges galt der Besitz von Atomwaffen als Abschreckung und damit Garant für den Frieden.         
Heute sieht man es differenzierter. Am 7. Juli 2017 unterzeichneten 122 Staaten bei den Vereinten Nationen einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen. Nicht unterschrieben haben die Atomwaffenstaaten, die meisten NATO Staaten, so auch Deutschland. Dienen Waffen doch wieder der Abschreckung?

Unser Referent Clemens Ronnefeldt sieht das anders:
„Nach den verlorenen Kriegen in Afghanisstan und Irak zogen die US-Truppen in großer Zahl ab. Entsprechend wird seither weniger Rüstungsmaterial verbraucht. 
Die Rüstungsindustrie allein in den USA hatte 2016 ein Budget von mehr als 600 Milliarden US-Dollar, allerdings einen starke Nachfrage-Einbruch. Durch den Druck auf die europäischen Nato-Partner sollen diese dazu bewegt werden, mindestens 2 % ihres Brutto-Inlands-Produkts für Rüstung auszugeben. Für Deutschland würde dies eine Steigerung von 35 auf rund 70 Milliarden Euro bedeuten.
Frankreich und Deutschland haben im Juli 2017 vereinbart, ein eigenes Kampfflugzeug zu bauen.
Weil US-Präsident Donald Trump als Unsicherheitsfaktor angesehen wird, der Europa nicht mehr wie seine Vorgänger zu schützen bereit sei, rüstet die EU nun selbst massiv auf.


Auf dem Weg in eine multipolare Welt haben vor allem China und auch Russland in den letzten Jahren ihre Ausgaben für Rüstung stark erhöht.“

Dazu auch Reiner Braun, Co-Präsident des 1891 gegründeten, 1910 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten, ältesten und größten internationalen Friedensnetzwerkes (IPB International Peace Bureau):            
„Waffen, die entwickelt und produziert werden, werden auch eingesetzt. Kriege, Interventionen und Konflikte werden sich ausweiten. Reichen die 400.000 Toten in Syrien nicht aus; sind die täglichen Tausende von Toten und Verwundeten im Sudan als Anklage an das Gewissen und die Humanität nicht ausreichend? Sie klagen die Regierungen und die Profiteure dieses Rüstungswahnsinns an. Die Gewinne der zentralen Rüstungskonzerne sind 2016 um 10 bis 15% gestiegen. Wir brauchen mehr Wissenschaft und Forschung, die die Gewinner des Krieges analysieren, anklagen, und so mithelfen, weltweit über die Profiteure aufzuklären.    
Jeden Tag gehen fast 1 Milliarde Menschen hungrig zu Bett. Die 2016 verabschiedeten Pläne der UN gegen Hunger, Armut, für gerechten Wasserzugang und Erziehung für alle oder auch zur Anpassung an die globalen Klimaveränderungen sind, ohne Finanzierung nichts wert. Ab 2020 soll die internationale Gemeinschaft 200 Milliarden pro Jahr in diesen Topf einzahlen. Bis jetzt gibt es Zusagen von nur 37 Milliarden.   
Ohne Abrüstung ist die Lösung der globalen Probleme nicht möglich. Abrüstung schafft nicht nur das Klima der Kooperation, das unabdingbar ist für die Lösung der internationalen Herausforderungen. Es ist die materielle Untermauerung einer Entwicklung der Welt zu mehr Gerechtigkeit. Abrüstung für Entwicklung ist die Herausforderung“. www.nachdenkseiten.de

Wie kann der Trend zu höheren Rüstungsausgaben gestoppt und mehr als 1,6 Billionen US-Dollar künftig für eine gerechtere Welt ausgegeben werden?

Clemens Ronnefeldt, Diplomtheologe, ist tätig als Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes. Seit vielen Jahren ist er dem Politischen Samstagsgebet verbunden und hat uns schon des Öfteren Alternativen aufgezeigt.

 

Zeiten

  • 23. Sep 2017 – 18:00 Uhr

Adresse

  • wieder in der KHG, Leopoldstr. 11; U3/U6 Giselastraße Ausgang Georgenstraße