MartinLiebe Leserinnen und Leser,

die Welt verhandelt über das Verbot von Atomwaffen und die Atommächte schauen zu. Die Vertreterin Trumps bei den Vereinten Nationen erklärt zu ihrem Boykott, bei dem sie von 20 anderen Staaten begleitet wird: Sie würde als Mutter zu gern in einer Welt ohne Atomwaffen leben. Aber den Bösen diese Waffen zu überlassen und sich als der Gute davon zu trennen, wäre ja fast Selbstmord.

Und auch die Deutschen, deren atomare Teilhabe oft kritisiert wird, stellen sich auf die Seite der Verweigerer. Noch vor Jahren hatte man die Abschaffung der in Deutschland gelagerten Atomwaffen im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Geblieben ist davon nichts. Die jetzigen Verhandlungen stellt man als nutzlos hin, weil die Atommächte nicht dabei sind: Die Initiative wird als „gesinnungsethisch“ abqualifiziert, man setze sich aber „nachdrücklich für weitere nukleare Abrüstungsschritte“ ein. Zudem befürchte die Regierung, dass ein Verbotsvertrag dem Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag (NVV) „nachhaltigen Schaden“ zufügen könnte.

Papst Franziskus sieht das anders. Er fordert alle Länder an den Verhandlungstisch, um miteinander Lösungen zu finden. Es könne keinen Frieden geben, solange Staaten sich „gegenseitige Zerstörung oder gar totale Auslöschung“ androhten.

Wir müssen den Druck auf unsere Regierung erhöhen, sich doch noch ein Stück zu bewegen und Sicherheit nicht weiterhin nur militärisch zu sehen.

Martin Pilgram
Vorsitzender von pax christi im Erzbistum München und Freising

 
 

1. April 2017, 9:30 - 16:15 Uhr
24. Studientag Flüchtlingsarbeit und Kirchenasyl
Du bleibst da und zwar sofort! (Karl Valentin)

pax christiMit seinem Sprachwitz hielt Karl Valentin dem Leben und der Gesellschaft den Spiegel vor. „Du gehst — und zwar sofort!" ist seit 2016 die politische Linie, die auf vermehrte und schnellere Abschiebung drängt. Doch nach dem Motto „Du bleibst da!" setzen sich viele Menschen auch heute ein, um Flüchtlingen dennoch Zuflucht und eine zweite Heimat bei uns zu ermöglichen. Das sprachlogisch falsche „und zwar sofort!" entspräche dann der Forderung, Geflüchtete nicht vollkommen unnötig einem zermürbenden Schwebezustand auszusetzen. Nämlich dann, wenn die Rückkehr ins Heimatland oder die Rückführung ins europäische Erstaufnahmeland aus schwerwiegenden, ja oft lebensbedrohlichen Gründen nicht in Frage kommt. (mehr)

Hochschule für Philosophie, Aula, Kaulbachstraße 31, 80539 München

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11. April 2017, 18:00 Uhr
Friedensgottesdienst

missiopax christi lädt ein zum monatlichen Friedensgottesdienst in der Krypta von St. Bonifaz mit Charles Borg-Manché. Danach wie immer gemütliches Beisammensein.

Wir sind wieder zur alten Zeit, also 18:00 Uhr, zurückgekehrt!

St. Bonifaz, Krypta, München, Karlstr. 34

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15. April 2017
Ostermarsch

missio9:30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst St. Markus, Gabelsbergerstr. 6

11:00 Uhr Auftaktkundgebung Stachus, Textbeiträge und Musik mit Sam Rasta, Moderation Erhard Seiler
anschließend: Demonstrationszug zum Max-Joseph-Platz

ca. 12:30 Uhr Kundgebung auf dem Max-Joseph-Platz mit
Claudia Haydt, Informationsstelle Militarisierung (IMI) Tübingen
Städtisches Grußwort: Stadtrat Cetin Oraner (angefragt)
Musik: Sleepwalker Station
Moderation: Doro Weniger, GEW
dazu Infostände, Programm ab ca. 12:15 Uhr mit Musik und Ansage
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Vorankündigung

12.-14. Mai 2017
Nahostpolitik im Spannungsdreieck – Israelisch-palästinensische Friedensgruppen als Lernorte für deutsche Politik?

pax christiSECHS TAGE KRIEG UND KEIN ENDE?
 
50 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg ist die Stimmung pessimistisch. Die Aussichten auf einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern scheinen in weite Ferne gerückt. Zu befürchten sind vielmehr weitere Zuspitzungen.

Herzliche Einladung, sich an einem Wochenende in der Evangelischen Akademie Tutzing auf einen Perspektivwechsel einzulassen und Wege jenseits der ausgetretenen Pfade kennenzulernen. (mehr)

Anmeldeschluss ist der 28. April 2017.


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22. Juli 2017, 10:00 - 15:00 Uhr
Wallfahrt 2017 von Hebertshausen zur KZ Gedenkstätte in Dachau

pax christiAngeregt durch die Teilnahme einiger pax christi-Mitglieder an einer eindrucksvollen Führung durch die KZ Gedenkstätte im Oktober vergangenen Jahres entstand die Idee für die diesjährige Wallfahrt. Vom S-Bahnhof aus pilgern wir  zum 2014 neugestalteten Gedenkort am ehemaligen „SS-Schießplatz Hebertshausen“. Von dort führt uns der Wallfahrtsweg zur KZ-Gedenkstätte in Dachau. Wir feiern den Wallfahrtsgottesdienst in der Klosterkirche der Karmelitinnen, welche sich neben der Gedenkstätte befindet.
Treffpunkt 10:00, S2 Hebertshausen

 

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Andere Angebote, die interessieren könnten:

1. - 30. April 2017, 9:00 - 23:00 Uhr
Der Aufstand der Frauen in der arabischen Welt

sdfsaDie Facebook-Seite mit diesem Namen wurde in Oktober 2011 von vier jungen arabischen Frauen gegründet. Sie riefen zu einem gemeinsamen Aufstand von Männern und Frauen gegen die Unterdrückung der Frau in der arabischen Welt auf. In einer im Oktober gestarteten Kampagne forderten sie dann die Menschen konkret dazu auf, ihre Unterstützung des Aufstandes durch das Hochladen ihrer Fotos und eigenen Statements auszudrücken.Was darauf folgte, war eine Bilderflut. Die Kampagne erfuhr große Sympathie und gab den Startschuss für eine neue Bewegung in der arabischen Welt.

Ausstellung, Foyer des EineWeltHauses München

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1. April 2017, 10:00 - 17:30 Uhr
Regionaltreffen der Nagelkreuzgemeinde

pax christiUm sich überregional besser abzustimmen und kennen zu lernen, findet das erste Treffen der Region Bayern in St. Barbara statt. Als beinahe jüngstes Mitglied darf die Münchener Nagelkreuzgemeinde gleich Gastgeber des Treffens der Nagelkreuzbewegung, Region Bayern, sein. (mehr)

Nagelkreuzzentrum St. Barbara in München, Infanteriestr. 15


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3. April 2017, 18:00 Uhr
Gedenkveranstaltungen für die Weiße Rose 1945 bis 1968 - Buchvorstellung

sdfsaSimone König: „Die Gedenkveranstaltungen für die Weiße Rose an der Ludwig-Maximilians-Universität München zwischen 1945 und 1968““, mit einem Vorwort des Herausgebers Prof. Dr. Michael Körner.

Aus dem Klappentext: „Das bewusste Erinnern an vergangene Ereignisse und Personen ist ein wichtiger Teil unserer politischen Kultur. Der Entscheidung, welcher Ereignisse und Personen man fortan in Deutschland gedenken wolle, kam nach 1945, nach den Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft, eine ganz besondere Bedeutung zu. Die Suche nach sinnstiftenden, positiven Aspekten der Vergangenheit spielte dabei ebenso eine Rolle wie die vielfach artikulierte Beschwörung des „Nie-Wieder“.

Auch die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität beschäftigte sich in der Nachkriegszeit mit Facetten der eigenen jüngsten Geschichte, wobei der Widerstand der Weißen Rose rasch ins Zentrum rücken sollte. Mit den Anfängen, der Entwicklung und dem vorläufigen Ende der universitär betriebenen öffentlichen Erinnerung an die Weiße Rose setzt sich die vorliegende Arbeit auseinander.“

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Weiße Rose Stiftung e.V.
Kleine Aula, A 120, LMU München

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3. April 2017, 20:00 Uhr
Gibt es eine europäische Identität?

sdfsa Die Schule Europas lässt sich unterschiedlicher nicht denken: Alfred Grosser, 1933 mit seiner jüdischen Familie nach Frankreich emigriert, engagiert sich seit Jahrzehnten für die deutsch-französischen Beziehungen. Das Land des jungen Autors und Dramatikers Jaroslav Rudiš, Tschechien, ist erst seit 2004 Mitglied der Europäischen Union. Gibt es dennoch eine europäische Identität, die beide teilen? Eine Verbindlichkeit, wie sie Grosser in seinem neusten Buch „Die Ethik der Identitäten“ formuliert?
Aus der Reihe: Drinnen oder Draußen? der ev. Stadtakademie München
Mit: Alfred Grosser, Jaroslav Rudiš, Sonja Zekri

Literaturhaus, Salvatorplatz 1

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6. April 2017, 20:00 Uhr
Europäische Werte - Rhetorik und Wirklichkeit

sdfsaHat Europa ein Glaubwürdigkeitsproblem?
Düzen Tekkal, Tochter jesidischer Kurden und Autorin des aufrüttelnden Buchs „Deutschland ist bedroht. Warum wir unsere Werte verteidigen müssen“ diskutiert mit Barbara Lochbihler und Michael Reder die Bedeutung europäischer Werte und wie wichtig es ist, dafür zu kämpfen. Denn die Politik in Europa folgt häufig nationalen und wirtschaftlichen Interessen, die diesen gemeinsamen Werten widersprechen. Rhetorik und Wirklichkeit klaffen gefährlich auseinander – hat Europa ein Glaubwürdigkeitsproblem?
Aus der Reihe: Drinnen oder Draußen? der ev. Stadtakademie München
Mit: Düzen Tekkal, Barbara Lochbihler, Prof. Dr. Michael Reder, Sybille Giel

Literaturhaus, Salvatorplatz 1

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22. April 2017, 10:00 - 17:30 Uhr
Stationenweg am Starnberger See

sdfsaEine spirituell-politische Wanderung von Seeshaupt nach Bernried „Gemeinsam unterwegs zu einem befreienden Lebensstil“ unter Leitung von pax christi-Mitglied Wilhelm Müller.

An vier Stationen versuchen wir, die eigenen Verstrickungen zu erkennen und u. a. unter Einbeziehung der Papst-Enzyklika „Laudato Si“, befreiende Wege aus Gewalt, Zerstörung und immer ständigem Wachstum zu finden. Am Endpunkt im Kloster Bernried angelangt, das für eine alternative Lebenskultur in unserer Gesellschaft steht, möchten wir – nach Mittagessen, selbst gebackenem Kuchen/Kaffee und einer Pause – miteinander überlegen, wie wir persönlich in unserem Alltag und in der Gesellschaft zu einem neuen befreienden Lebensstil beitragen können.

Klosterseminar Bernried, bildungshausbernried@gmail.com

Treffpunkt: Seeshaupt, 10:00 Uhr am Bahnhof
Kosten: 20,00 € (einschl.Mittagessen und Kaffee/Kuchen)

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